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Ohrakupunktur

03.09.2010 09:41 von Karin Joss

Weiterbildung vom 27./28. August 2010

von Karin Joss

Leider konnte ich letztes Jahr an der Weiterbildung "Ohrakupunktur" nicht teilnehmen. Glücklicherweise wurde die Weiterbildung ein weiteres Mal angeboten. Nach einem Jahr Vorfreude war es endlich soweit. 8 Teilnehmerinnen liessen sich von Antje Styskal in die Kunst der Ohrakupunktur einführen.

tl_files/Bilder-Blog/Ohr.jpgDas menschliche Ohr
Das Ohr ist ein Sinnesorgan, welches uns ermöglicht Geräusche aufzunehmen. Das Aussenohr dient hauptsächlich dem Empfangen der Geräusche. Im Mittelohr befindet sich das Trommelfell, die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese 3 Knöchelchen haben mich bereits in der achten Klasse im Biologieunterricht fasziniert! Komplexe Vorgänge ermöglichen eine optimale Übertragung des Signals vom Aussenohr zum Mittelohr. Im Innenohr befindet sich ein Labyrinth in der Schallwellen in Nervenimpulse umgewandelt und ans Hirn weitergeleitet werden, sowie das Gleichgewichtsorgan. Unser Ohr ist ein hochsensibles und fantastisches Gebilde, welches uns ermöglicht unsere Umgebung akustisch wahrzunehmen.

Bis vor einer Woche bekamen meine Ohren - ausser der täglichen Reinigung - kaum Beachtung. Dabei hätten sie es doch verdient. Schliesslich ermöglichen sie mir bereits während 40 Jahren das Hören!

Während meinen Behandlungen habe ich immer wieder festgestellt, dass viele Menschen unter Leber-Qi-Stagnation leiden. Wir alle wissen, dass die Lösung nicht hauptsächlich in der Ernährung zu suchen ist. Natürlich wirken unterstützend eine starke Mitte und einzelne stagnationslösende Nahrungsmittel. Trotzdem wünschte ich mir ein "Instrument" bei dem meine Kunden rasch und unkompliziert Erleichterung finden. Ob die Akupunktur am Ohr vielleicht helfen kann?
tl_files/Bilder-Blog/Ohr akupunktur.jpg
Die Ohrakupunnktur
Die Ohrakupunktur ist eine eigenständige Therapie-Methode. Verschiedene Reflexzonen am Ohr werden dabei bestimmten Körperorganen und -regionen zugeordnet. In der TCM besteht die Ohrakupunktur bereits seit Jahrtausenden und auch die alten Ägypter fanden heraus, dass man Krankheiten über das Ohr behandeln konnte. In Europa wurde die Ohrakupunktur in den 50er Jahren vom französischem Arzt Nogier zu einem ausgereiften Therapiesystem entwickelt.

Ähnlich wie bei der Akupunktur wird die Wirkung durch Ausschüttung von Transmittersubstanzen erklärt. Auf der anderen Seite existieren aber auch direkte Verbindungen von der Ohrmuschel zu Strukturen des Zentralnervensystems. Aus diesem Grund wird die Ohrakupunktur ausser zur Therapie von Schmerzen, Allergien, Asthma usw. auch bei Suchterkrankungen (z.B. Alkohol, Medikamente, Nikotin, usw.) empfohlen.

Da durch die Reflexzonen jede Körperregion und jedes Organ immer mit einem Areal an der Ohrmuschel in Verbindung steht, ist nicht nur die Therapie möglich, sondern es kann auch Diagnostik betrieben werden. Reflexzonen gibt es am Rücken, am Fuss, an der Hand, an der Nase und am Schädel.

Für die Diagnose und Behandlung wurden bis heute über 200 Punkte festgelegt und beschrieben. Diese können mittels einem Punktsucher ohne grossen Aufwand direkt am Ohr "abgelesen" werden, zur Not tut's aber auch ein Kugelschreiber. An der Weiterbildung benutzten wir Ohrsamen (Vaccariasamen), welche auf einem kleinen Pflaster aufgeklebt sind. Die Wirkung war absolut beeindruckend und ich durfte am eigenen Körper erfahren wie heilsam die Ohrakupunktur ist. Nebst vielem Üben kamen wir alle in den Genuss von Ohrmassagen und hatten auch die Möglichkeit die verschiedenen Hilfsmittel (Dauernadeln, Magnetkügeli, Vaccariasamen, Punktsucher, Bücher) anzuschauen.

Dieser Kurs ist absolut empfehlenswert und ich danke dir Antje für die interessanten Stunden! Hoffentlich wird diese Weiterbildung nächstes Jahr wieder angeboten. Interessierte können sich auf jeden Fall beim Verband VE5E melden.

Ich habe ein "Instrument" gefunden, mit dem ich nicht nur eine Leber-Qi-Stagnation lösen, sondern eine Vielzahl von Beschwerden lindern kann. Das freut mich sehr und ich kann's kaum erwarten das Gelernte in die Praxis umzusetzen.  

.. und meine Ohren.... die bekommen seit der Weiterbildung täglich ein paar Streicheleinheiten!

Herzlich grüsst euch
Karin Joss
 

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Kommentar von Claudia Zwicky | 10.09.2010

Liebe Karin

Vielen Dank für deinen tollen Bericht. Ich kann es nur weitergeben .

ganz herzlich
Claudia

Kommentar von Denise Pauli | 11.09.2010

Auch ich war ganz begeistert von Antje's tollem Kurs über Ohrakupunktur. Ich konnte schon ganz erfolgreich Kopfschmerzen lindern, Asthma erträglicher machen und vieles mehr - dieses Ohr hat es in sich!!!!

Kommentar von Eliane | 14.09.2010

Liebe Karin

Vielen Dank für diesen interessanten Hinweis. Ich hab wohl etwas verpasst... Leider konnte ich aus organisatorischen Gründen nicht am Kurs teilnehmen. Freue mich auf die Weiterbildung nächstes Jahr, wenn dieser Kurs hoffentlich erneut stattfindet.
Eliane

Kommentar von lucy | 03.03.2011

Liebe Karin,

ich leide an einer Leber-Qi-Stagnation.
Diese würde ich gern mit Akupunktur behandeln lassen.
Ist das auch in der Stillzeit ok?
Bin unsicher ob nicht eventuell zu viele Giftstoffe in die Muttermilch übergehen, wenn die Leber durch das Nadeln zum entgiften angeregt wird.

Lieben Dank für Ihre Antwort.

Beste Grüße

Lucy

Kommentar von Karin Joss | 08.03.2011

Liebe Lucy

Nachstehend leite ich gerne die Antwort unserer Präsidentin Antje Styskal weiter. Sie ist eine kompetente TCM-Therapeutin.

Liebe Lucy,
mit Akupunktur bewegt man die Leberenergie, mit einer Entgiftung kann man dies nicht gleich setzen.
Für eine Entgiftung würde man eher Kräuter benutzen.

Du kannst also auch während der Stillzeit eine Akupunkturbehandlung durchführen.
Für mich ist eher die Frage, ob du wirklich eine Leber Qi-stagnation hast, denn nach einer Geburt ist eher ein Blutmangel denkbar.
Aber das kann ja dann deine TherapeutIn mit dir herausfinden bzw.
besprechen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Herzlicher Gruss
Antje

Kommentar von Lucy | 20.03.2011

Liebe Antje,

vielen Dank für Deine Antwort.
Ich bin zwar kein Profi, beschäftige mich jetzt seit etwa 2 Jahren mit der 5-Elemente-Ernährung.
Darüber bin ich zur TCM gekommen.
Nach allem was ich gelesen habe, würde ich eher auf Leber-Qi-Stagnation tippen.
Symptome hatte ich schon früher, konnte das aber alles nicht im Zusammenhang sehen.
Die Schulmedizin war mir auch kein Helfer.
Erst durch das Lesen einiger Bücher ist mit ein Licht aufgegangen.
Wer kommte sonst schon drauf, dass ständige Blähungen mit tinnitus zusammenhängen.
Ich denke auch, dass es nicht mal nur die Leber ist.
Milz und Nieren sind ebenfalls geschwächt.
die Therapeutin wird eine Menge zu nadeln haben ;-)
Mit Ernährung allein bekomme ich es leider nicht in den Griff :-(
Schöne Grüße

Lucy